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Mietrecht – Sanierung

Werden in einem Haus Sanierungsarbeiten oder Modernisierungsarbeiten durchgefĂŒhrt, so besteht fĂŒr den Mieter das Recht, fĂŒr einen Zeitraum von bis zu drei Monaten die Miete zu kĂŒrzen. Bei folgenden Arbeiten und Begebenheiten ist dies möglich:

  • Badewanne nicht nutzbar => 20 bis 25%
  • Balkon ist nicht nutzbar => 3 bis 15%
  • Dachgeschoss wird ausgebaut => 10% / EinrĂŒstung der Fassade: 5% / LĂ€rm, Schmutz, BaugerĂŒst, Kran: 60 bis 80%
  • Rohre und Leitungen werden im Haus und der Wohnung verlegt, außerdem Fenster und Heizung erneuert => 20%
  • Sanierung des gesamten Hauses, einschließlich der Wohnung des Mieters mit allen Arbeiten => 100%
  • BaulĂ€rm und ErschĂŒtterungen: eine normale Unterhaltung ist nicht möglich => 25%
  • Bauschutt auf dem WohnungsgrundstĂŒck => 10 %
  • dem Mieter wird der Keller entzogen => 10%
  • eingeschrĂ€nkte Nutzungsmöglichkeit des Kellers => 5%
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Dies ist nur eine Auswahl von GrĂŒnden, die im Rahmen einer Sanierung zu einer Mietminderung fĂŒhren können. Die Höhe der Minderungen sind ebenfalls nur durchschnittliche Werte, wie sie dem Mieter von Gerichten zugestanden worden sind. Dies ist aber regional abhĂ€ngig und nicht ĂŒberall gleich. Es ist auch zu empfehlen, eine Mietminderung nicht eigenmĂ€chtig durchzufĂŒhren. Ratsam ist es, sich vorher rechtlichen Rat bei einem Anwalt oder auch beim Mieterschutzbund einzuholen.