Rauchmelder im Haus retten Leben

Schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts entwickelte man eine Lösung um Bränden vorzubeugen – der elektrische Hitzemelder. Dieser gab ein Warnsignal ab, wenn die Temperatur in Räumen einen kritischen Wert erreichte. Zwei Drittel aller Brandopfer verunglücken bei einem Brand, der nachts ausbricht, tödlich.

Hitzmelder können vor der giftigen Rauchentwicklung eines Brandes nicht schützen. So entwickelte sich im Laufe der Zeit die Technik und Ende der 1940er Jahre kamen die ersten kommerziellen Rauchmelder auf den Markt, die man Ionisationsmelder nennt. Die mit einem radioaktiven Strahler versehenen Melder galten lange Zeit als die Nummer 1 der Rauchmelder. Sie können kaum reflektierende Rauchpartikel erkennen und lösen in kurzer Zeit ein lautes Signal aus.

Durch die Verschärfung der Vorschriften bezüglich der radioaktiven Strahlung, wurden diese nach und nach durch neu entwickelte und umweltbewusstere Melder ersetzt, wie zum Beispiel dem Streulicht-Rauchmelder, der 1964 das erste Mal auf dem europäischen Markt erschien. Hier wird der Rauchmelder ausgelöst, wenn Rauchpartikel eine Lichtschranke durchbrechen.

Prävention durch frühzeitige Warnung

Mittlerweile gibt es Batteriebetriebene Rauchmelder, die leicht zu installieren sind und ohne zusätzlich Kabel angebracht werden können. Wenn sich die Batterie dem Ende neigt, wird ein Signal abgegeben, sodass rechtzeitig eingeschritten werden kann.

Die mit einer Lebensdauer von 10 Jahren ausgestatteten Melder sollten immer an der Decke des Zimmers angebracht werden, da der giftige Rauch nach oben steigt. Mit den Neuerungen der Melder hat sich allmählich auch die Gesetzgebung gewandelt. Bisher waren nur 10 Prozent der Haushalte in Deutschland mit Rauchmeldern versehen.

In bereits 9 Bundesländern ist die Anbringung in Wohnhäusern, Wohnungen und Räumen mit wohnungsähnlicher Nutzung gesetzlich vorgeschrieben. Für den Einbau ist der Bauherr bzw. der Eigentümer/Vermieter des Hauses oder der Wohnung verantwortlich. Für den richtigen Umgang mit Rauchmeldern sollte man sich vor dem Kauf kompetent beraten lassen.